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Probleme hat man immer dann, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann.

Das letzte Wochenende sollte ein Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft des Vereins werden. Leider kam es dann anders als geplant.
Die Voraussetzungen unter denen wir die Arbeiten an unserer Lok 20 ausführen sind ja eher schlecht als recht.

Das Fehlen einer eigenen Werkstatt zwingt uns auf vereinsfremde Unterkünfte auszuweichen. So haben wir vor einigen Wochen in der Werkshalle der SWEG in Schwarzach eine vorübergehende Bleibe gefunden.
Eigentlich war es geplant die Werkstatt Ende diesen Monats aus eigener Kraft zu verlassen und in die nächste Werkshalle, diesmal eine der DB auf dem Offenburger BW-Gelände, umzuziehen bis wieder eine eigene Halle zur Verfügung steht.
Da wir der SWEG zugesagt hatten den Termin zu halten, wollten wir natürlich alles in unserer Macht stehende tun um die Halle wie geplant freizugeben.
Was war geschehen?


Die Achslager der Lok 20 waren am Ende. Da es sich bei diesen um Unikate handelt, ist es nicht möglich einfach im Baumarkt ein paar neue Lager zu kaufen.
Also hießt es: Lok anheben, Achsen raus, Lager ausbauen, neue Lager gießen und diese wieder einschaben.

Im Bereich "Werkstatt" auf der Homepage haben wir dies unter "Fahrwerks-Hauptuntersuchung geht in die nächste Runde" dokumentiert.


Letztes Wochenende ist dann endlich der letzte Schritt erfolgt und wir haben die Lok wieder auf ihre Achsen gehoben.

Leider verlief die Rollprobe am anschließenden Sonntag Nachmittag nicht besonders gut. Unter Zeitdruck und mit chronischem Personalmangel war es nur eine Frage der Zeit bis selbst einem eingespieltem Team wie uns ein Fehler unterläuft.
Das rechte Lager an der vorderen Achse war heiß gelaufen. Die anderen Drei funktionierten tadellos.
Wir vermuten dass die Lagerschale noch zu stramm auf der Achse sitzt.
Nun müssen wir die Achse noch mal ausbauen, das Lager zerlegen und herausfinden was schief gelaufen ist.
Das Ganze muss am kommenden Samstag erledigen werden. Damit wir am Sonntag noch mal eine Rollprobe mit der Lok durchführen können.
Eine termingerechte Überführung auf der Schiene nach Offenburg wird nicht gerade leicht werden.
Unsere Vorgabe ist nach wie vor bis Ende Oktober Schwarzach zu räumen.
Ebenso sollten wir unseren Breuer von Ottenhöfen nach Offenburg bringen. Aber das steht nochmal auf einem anderen Blatt.


Wie geht es nun weiter?
Vordere Achse erneut ausbauen heißt, zuerst die Kuppelstangen abbauen, Fangeisen ausbauen, Bremsgestänge runter holen, Sicherungsstege der Achslager ausbauen, bevor es dann an die Achsen geht.
Bis dies geschehen ist, und wir beurteilen können was zum Warmlaufen der Achse geführt hat hoffen wir, dass das Lager heil geblieben ist und die Sache mit dem Achslager sich in endlicher Zeit hinbiegen lässt.
Anschließend erfolgt der Zusammenbau wieder in umgekehrter Reihenfolge.
Und um ehrlich zu sein, auch mit eingespieltem Team und inzwischen einiger Übung, ist das nur schwer zu schaffen - an einem Samstag. Vielleicht werden wir versuchen am Freitag, die Kuppelstangen abzubauen. Dazu ist allerdings eine Diesellok erforderlich, mit der wir die Lok 20 verschieben können. Unser Breuer steht ja in Ottenhöfen.

Die Alternative wird sein die Lok per Tieflader aus Schwarzach abzutransportieren. Dies wiederum ist mit erheblichen finanziellen Mitteln verbunden.

Eines ist jedoch gewiss: Es wird definitiv nicht die letzte Reise der alten Dame sein!

 

Nachtrag:  Sonntag 02. November 2014

Die heute aufs Neue durchgeführte Rollprobe, im Schlepp der V100 von Schwarzach nach Bühl - Moos und zurück, ist absolut wunschgemäß verlaufen.

Somit steht einer Überführung auf der Schiene nach Offenburg nichts mehr im Wege.

Weitere Infos folgen

 

 

 

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