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Asymmetrisch abgelaufene Sohlen sind nicht nur an unseren Füßen ein Problem, sondern auch an der Bremse der Dampflok. Wenn der Bremsschuh nicht rechtwinklig zur Lauffläche des Rades steht, werden die Bremssohlen unweigerlich einseitig abgenutzt.

 

 

 

Im ungünstigsten Fall über-schleift die Sohle die Radreifenkante.

 

Hier jedoch ist ein Orthopäde nicht der richtige Experte.

 

Die Ursache des Überschleifens der Sohle liegt im Fall dieser Dampflok an nicht exakt fluchtenden Augen des Hängeeisens. Dadurch ist der gesamte Bremsklotz leicht nach außen verdreht.

 

Wir vermuten, dass die Originalhängeeisen vor unserer Zeit (d.h. vor 1968) durch Eisen der seit langem verschrottenden Schwesterlok ausgetauscht wurden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Also: Ausbau  des Bremsgestänge-Hängeeisens. 

   Rein ins Feuer   

  Auf „gut Hellrot“ (900°C) erwärmen.  

 

                                                                                                

 

 

 

 

               

 

 

 

 

                                                Mit einer Biegegabel ausrichten.

                     Prüfen...........     langsamem abkühlen lassen 

 

 

 

 

 

 

 und mal "zur Anprobe" einbauen.

                                             So siehts doch schon mal besser aus. Oder?

  jetzt nochmal runter, abbürsten, wieder Farbe drauf  und einbauen.

 

 

 

 

 

 

Das sind die einzelnen Bauteile:

1 Bremssohle

2 Bremsklotz Keil

3 Bremsklotz Schuh

4 Bremsklotz-Halteschlaufe

  5 Bremsklotz-Hängeeisen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Lok 20 muss nun wieder angehoben und die Achsen entnommen werden. Damit unsere Lok nicht den Standplatz der SWEG Lok blockiert muss sie auf das Nebengleis gestellt werden. Dies geht nur indem die Lok auf Rollböcke abgesetzt und dann um-rangiert wird. Diese Rollböcke können wir leihweise vom Bw Haltingen bekommen. Der Transport der Rollböcke muss noch organisiert werden. Bis dies soweit ist, müssen wir wiedermal eine Zwangspause hinnehmen.

Sobald die Rollböcke vor Ort sind, werden wir an dieser Stelle berichten.

 

 

Am letzten Samstag ging es nun endlich ans Ausprobieren der Hebeböcke bzw. schließlich ans Ausachsen von Lok 20. Die Motivation, aber auch die Vorfreude war umso größer, da nach längerer Wartezeit die Böcke vom Hersteller wieder instand gesetzt wurden. Bereits letztes Jahr war der Beginn der Arbeiten geplant, damals bewegten sich die Böcke aber keinen Zentimeter.

 

Nun war es aber endlich so weit und die Achsen konnten herausgenommen werden, nachdem in den letzten Wochen Antriebsgestänge und Bremsgestänge abmontiert wurden. 

 

 Doch bevor die Lok angehoben werden konnte mussten zunächst die Stellkeile der Achsen abgeschraubt werden.

Sie hätten praktisch verhindert, dass die Achsen „hinunterfallen“, sobald die Lok angehoben worden wäre. Doch diese Arbeit war ein leichtes für die immerhin neun Arbeitskräfte, die am vergangenem Samstag tatkräftig die HU vorantrieben.
   
  So konnte die Lok recht bald angehoben....
 
und die Achsen ausgebaut werden.
 

Sowohl das Fahrwerk der Lok 20 als auch die Achsen und Achslager selbst wurden gründlichst auf verschleißbedingte Schäden untersucht

 
   

Es stellte sich heraus, dass die Achsschalen zum Teil sehr gut erhalten waren. Es gab aber auch welche, deren Weißmetalllagerfläche bis auf die Notlaufflächen abgenutzt waren. Gerade hier wird deutlich wie wichtig die ständige Aufarbeitung der Lok ist. Die heruntergefahrenen Laufflächen müssen komplett ausgeschmolzen, neu gegossen und dann in Sisyphusarbeit auf die passenden Maße geschabt werden.

Damit die Lok umgestellt werden kann, wurde sie provisorisch wieder auf die Achsen gesetzt.

Es tut sich was in Schwarzach.

Heute haben wir die Stangen abgebaut. Nächsten Samstag wollen wir dann die Lok anheben und die Achsen ausbauen.

 

Mit dem letzten Pinselstrich...

und dem Aufräumen der  Werkzeuge...

ist das Kapitel "Aufarbeitung der Donnerbüchse" abgeschlossen.

Bilder von Roland Niklaus

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